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VC and Ryanair agree on cornerstones

Eleven months after the first industrial action by pilots, Vereinigung Cockpit (VC) and Ryanair signed a cornerstone agreement.

Both sides intend to sign a total of four collective labour agreements (CLA), based on German labour law, by March 2019. In addition to terms and conditions which are to be defined collectively by the end of February, the agreement also includes a timeline for a social plan and a works council to be established by the end of March. Until then, no industrial action will be taken.

By February 2019, all pilots based in Germany will be subject to contracts under German law instead of Irish law. This will also grant them the protection of German labour law. Furthermore, the memorandum of understanding also includes a number of improvements to be defined in a CLA.

Base pay will be restructured, and the formerly very large variable pay will be reduced, which leads to a significant increase of base pay. Copilots will receive 100% more guaranteed base pay, captains will receive approximately 33% more. With the change of applicable tax law form Irish to German law pilots will be subject to a substantial increase in net pay starting April 1st, 2019. The present scheduling model of 5-on-4-off will be continued under the agreement.

Agreeing on the establishment of a works council for Ryanair employees will also introduce co-determination into the company for the first time.

Last week’s change in German legislation, namely the “Betriebsverfassungsgesetz“ (Works Constitution Act) has preluded this. The change grants flight crews the right to form a works council based on labour law, should there not be a CLA in place providing such rights.

Lawyers Holger Dahl and Prof. Stefan Simon moderated the final phase of negotiations. It was on the basis of their suggestions that VC and Ryanair signed the agreement.

“By agreeing to these cornerstones a reentry into constructive negotiations has been enabled, after their failure last summer“, says Martin Locher, president of VC. “First I would like to thank our members who have fought for this success with great determination. In addition, our company council at Ryanair did a tremendous job reaching this agreement“, president Locher adds.

„Based on the change in German labour law of the “Betriebsverfassungsgesetz“ we were able to convince Ryanair of agreeing to a CLA for co-determination. Through his initiative, Minister of labour Hubertus Heil, has closed the loophole that some airlines have been using in the past. We remain hopeful that other airlines, such as Germania and Aerologic, will now come to the negotiating table to establish a social partnership with VC“, Locher noted

VC und Ryanair einigen sich auf Eckpunktepapier

Die Vereinigung Cockpit (VC) und Ryanair haben sich rund elf Monate nach dem ersten Arbeitskampf der Piloten auf ein Eckpunktepapier verständigt.

 

Beide Seiten wollen bis Ende März insgesamt vier Tarifverträge auf der Grundlage deutschen Rechts schließen. Neben Arbeits- und Vergütungsbedingungen, die bis Ende Februar tarifvertraglich festgeschrieben sein sollen, sieht die Verabredung bis spätestens Ende März einen Sozialplan und eine Personalvertretung vor. Während dieser Zeit wurde im Hinblick auf die jeweiligen Verträge Friedenspflicht vereinbart.

Sämtliche in Deutschland stationierten Piloten werden ab Anfang Februar 2019 statt bislang irischer nunmehr Arbeitsverträge nach deutschem Recht haben, dadurch finden ab diesem Zeitraum auch deutsche Arbeitnehmerschutzgesetze Anwendung. In der Absichtserklärung verständigten sich VC und Unternehmen auf eine Vielzahl von Punkten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in einem Manteltarifvertrag.

Außerdem wird die Vergütungsstruktur geändert und der bislang sehr hohe variable Anteil am Gehalt für die Piloten reduziert, was zu einer deutlichen Erhöhung des Grundgehalts führt. Durch die Umstellung von irischem auf deutsches Einkommenssteuerrecht wird bei den Piloten zudem eine substanzielle Erhöhung des Nettogehalts ab dem 1. April 2019 angestrebt. Das bisherige Einsatzmodell von 5 Diensttagen und 4 freien Tagen jeweils am Block, bleibt nach der Vereinbarung zudem erhalten.

Durch die Verabredung zu einer Personalvertretung für das Cockpitpersonal bei Ryanair auf Grundlage eines entsprechenden Tarifvertrages wird erstmals die betriebliche Mitbestimmung im Unternehmen eingeführt.

In der letzten Woche wurde durch eine Gesetzesänderung des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) der Weg dazu geebnet. Mit der Änderung wurde festgeschrieben, dass Cockpit- und Kabinenpersonal die Möglichkeit erhalten soll, einen Betriebsrat zu wählen, sollte es kein tarifvertragliches Mitbestimmungsgremium geben.

Zuletzt wurden die Verhandlungen von den zwei Juristen Holger Dahl und Prof. Stefan Simon moderiert. Auf Basis ihres Lösungsvorschlages, verständigten sich VC und Ryanair auf das nun unterzeichnete Papier.

„Mit der Vereinbarung des Eckpunktepapiers ist nach dem Scheitern der Verhandlungen in diesem Sommer nun der Wiedereinstieg in einen konstruktiven Dialog gelungen.“, sagte Martin Locher, Präsident der VC.  „In erster Linie möchte ich mich bei unseren Mitgliedern bedanken, die sich diesen Erfolg mit großer Entschlossenheit buchstäblich erkämpft haben. Auch unsere VC-Tarifkommission bei Ryanair hat einen großartigen Job gemacht, um zu diesem Ergebnis zu kommen.“, ergänzte VC-Präsident Locher.

„Aufgrund der Gesetzesänderung des Betriebsverfassungsgesetzes konnten wir Ryanair überzeugen, einen Tarifvertrag über betriebliche Mitbestimmung zu schließen. Durch seine Gesetzesinitiative hat Arbeitsminister Heil das Schlupfloch geschlossen, dass einige Airlines bislang genutzt haben. Bleibt zu hoffen, dass neben Ryanair und SunExpress auch andere Flugbetriebe, wie Germania und Aerologic jetzt zeitnah an den Verhandlungstisch kommen, um eine Sozialpartnerschaft mit der VC zu begründen.“, hob Martin Locher hervor.

This press release was sourced from Vereinigung Cockpit e.V. on 04-Dec-2018.